Nicht die Zinssicherung vergessen

Die niedrigen Zinsen ermöglichen vielen Menschen den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Ein niedriger Zins und ein niedriger Tilgungssatz versprechen eine Kreditrate die oftmals weit unter der monatlichen Belastung einer Mietwohnung ist.

Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass das augenblickliche Zinsniveau deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt und somit keine Selbstverständlichkeit ist. Entsprechend ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass nach dem Ende der gewählten Zinsfestschreibungszeit, der Anschlusszins höher ist. Bei einem Tilgungssatz von 1% sind bei dem aktuellen Zinsniveau nach zehn Jahren noch über 90% des ursprünglichen Darlehensbetrages als Restschuld vorhanden. Je nach dem dann vorhandenen Zinsniveau kann es passieren, dass die monatliche Belastung zu hoch wird und das Eigentum verkauft werden muss. Hier gilt es mit der richtigen Strategie entgegen zu wirken: Generell sollten in Niedrigzinszeiten erhöhte Tilgungssätze vereinbart werden. Somit sinken die Restschuld und das Zinsrisiko. Die Restschuld kann auch durch einen Bausparvertrag abgelöst werden. Hierbei sind der Kreditzins des Bausparvertrages und die sich ergebende Kreditrate bereits mit Datum des Vertragsabschlusses bekannt und sicher. Auch regelmäßige Sondertilgungen aus Weihnachts- oder Urlaubsgeld reduzieren die Restschuld und somit das Risiko schnell.

Es gibt noch einige weitere Möglichkeiten. Entscheidend ist jedoch, sich überhaupt schon heute über eine Anschlussfinanzierung Gedanken zu machen. 

Guido Wernicke für efinova